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Faszination Handy – Telefonieren ist Nebensache

Das Handy ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Das lässt sich nicht nur zum einen an der häufigen Verwendung erkennen.  

 

So hat die Kids-Verbraucheranalyse 2009 festgestellt, dass bereits bei den 6 bis 10-Jährigen 16 Prozent und bei den 10- bis 13-Jährigen 69 Prozent ein Handy besitzen. Bei den 12- bis 19jährigen sind es laut JIM Studie (*) 2009 schon 97 Prozent.  

(*)Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland)  

 

Zum anderen zeigt sich diese Handynormalität auch an der Lust am Individualisieren des Geräts (z.B. mit Handylogos, Klingeltönen oder Covers).  

 

Moderne Handys bieten aber weit mehr als Telefonieren und SMS. Handys werden immer leistungsfähigere Multimediageräte.  

 

Auch der Zugang zum Internet über Handy wird zunehmend schneller und einfacher. Mit Handykameras sind inzwischen Schnappschüsse und Kurzvideos von beachtlicher Qualität möglich. Musik und Videos können Sie mit dem Handy abspielen und das Handy kann als Fernseh- und Radioempfänger eingesetzt werden. MMS und die Bluetooth-Schnittstelle ermöglichen die Datenübertragung zwischen Handys. MMS ("Multimedia Messaging Service") sind Nachrichten, die neben Text auch Bilder, Musik oder Videos enthalten.  

 

Die Kommunikation mit dem Handy dient bei Jugendlichen weniger der Verständigung als vielmehr dazu, ihre Beliebtheit zu demonstrieren und sich viel mehr erwachsen zu fühlen.  

Viele Eltern stehen dem Handybesitz positiv gegenüber, weil es durch die Erreichbarkeit im Notfall ein Sicherheitsgewinn ist und außerdem die Organisation des Alltags vereinfacht. Doch den vielen positiven Aspekten des Handys stehen auch Risiken, die junge Menschen übersehen oder falsch einschätzen, gegenüber.  

 

Das sind zum Beispiel ungeeignete Inhalte wie  

  • Gewalt- und Pornovideos
  • technische Gefahren (Viren, Würmer)
  • eventuelle gesundheitliche Risiken durch Strahlenbelastung
  • Suchtrisiko
  • finanzielle Probleme (Z.B. durch übermäßige Nutzung)

Grundlagen der Beratung

Beratungsplan Medienabhängigkeit  

(PDF, 179 KB)  

 

Kurzleitfaden für Angehörige  

(PDF, 181 KB)  

 

Verhaltens-Prinzipien für Angehörige  

(PDF, 162 KB)  

Hilfsangebote auf mediensucht-MV

Regionale Netzwerke in der Medienarbeit